
| 1966 | geboren in Bonn |
| 1986–1990 |
Studium: Malerei und Kunsttherapie Alanus Hochschule Alfter bei Bonn |
| 1991–1996 |
Studium: Kunst und Germanistik Schwerpunkte: Zeichnen und Schrift Universität Mainz |
| seit 2001 |
StR´ IGS Bonn-Beuel Kunst und Deutsch Sek I + II |
| 2021 |
Gründung Atelierraum „Kunst im Hinterhaus“ Heerstraße 145 53111 Bonn ruth-friedrich@gmx.de |
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Notizen zu meinen Arbeiten Meine Inspiration kommt häufig aus der Formensprache von Pflanzen oder von alltäglichen Gegenständen in ihrer Erscheinung. Die Formen und die sich daraus ergebenden Zwischenräume bilden unterschiedliche Rhythmen. Dafür möchte ich Übersetzungen finden, neue Bildsprachen. Immer aber geht es um das Spannungsfeld zwischen Linie und Fläche, Verdichten und Offenlassen. Das geschieht mit Bleistift, Radiernadel, Kugelschreiber, sehr feinem Fineliner, Pinsel, Tusche, Wachs. Die Art und Auswahl des Zeichengerätes und des Materials sind ausschlaggebend für diesen Prozess und die Ästhetik des Bildes. Oft ist es aber gerade das Werkzeug oder das Material selbst, mit seinen noch unbekannten Möglichkeiten, die mich inspirieren. Der Vorgang des erkundenden Annäherns interessiert mich: eine neue Idee der Handbewegung, ein gefundener Untergrund, die Fließeigenschaft von Tusche oder Wachs, die unkalkulierbare Fleckigkeit eines Kulis, das Übereinanderlagern von Spuren stacheln mich an, genau für diese jeweilige Eigenart Umsetzungen zu finden, die gerade von ihr leben. Ich betrete dabei fremdes Land, das ich dann durch Variationen allmählich erforsche. So entstehen Serien, in denen das einzelne Blatt im Austausch mit den anderen steht. Das Unausgegorene und Suchende in diesem Vorgang ist für mich spannender als das Gekonnte und Glatte. Ich bin erfrischt, wenn dadurch eine Qualität zum Vorschein kommt, die unmittelbares Zeugnis dieser Suche ist. Es entsteht oft etwas Überraschendes, Neues in diesem Prozess zwischen bewusstem Tun und Geschehenlassen. Die feine Aufmerksamkeit für den Zufall und das, was gerade im Entstehen ist, eröffnen mir das Potenzial, das in vermeintlichen Fehlern angelegt ist. Mit neuen Bildfindungen komme ich zu neuen Einsichten. |
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© 2025 Ruth Friedrich, Bonn, Kunst im Hinterhaus
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